Eine Menzer Sense

 

Ein Sensenblatt, gefunden auf dem Heuboden in der Lindenstraße 11, bereichert unser Archiv.

Ein Stempel verrät uns etwas über die Herkunft dieses Werkzeuges, das immer mehr nur noch vom Hören-Sagen her kennen.

Mit Hilfe unseres Archivs ist ein kleine Geschichte entstanden.

 

Schenkung Reimund Alheit

Zwei Stempel sind auf dem Detail-Bild zu erkennen: „Deutsches Erzeugnis“ und „K.Burmann Menz“

K.Burmann Menz steht für die Schmiede Karl Burrmann in Menz Neuruppiner Strasse, die dieses Werkzeug hergestellt und verkauft hat. Und wenn wir in unserem Archiv weiterstöbern, finden wir zu der Schmiede auch ein Foto.

 

Archiv Gisela Bauer

Die Belegschaft der Schmiede Burmann vor der Werkstatt in der Neuruppiner Straße: Ganz rechts Karl Burmann, links von ihm sein Sohn Karl und links am Ambos der jüngere Sohn Paul, welcher Frieda Senz, die Tochter des 2. Menzer Schmieds heiratete.
Und auch dazu finden wir ein Bild.

 

Archiv Carsten Dräger

Auf der Postkarte von 1912 sehen wir die junge Frida Senz vor der ehemaligen Schmiede (heute Seestraße 12).

Links die Schmiede, rechts das Wohnhaus.

Seit wann die Schmiede hier im Wohnhaus war, ist unklar.

In früheren Zeit soll sie die Schmiedewerkstatt der Familie Senz im Possluch gestanden haben. Dies ist zwar nicht belegt, aber es würde zu dem preußischen Edikt von 1718 passen, welches damals Schmieden in Wohnhäusern verbot.

Staatsbibliothek Berlin

In unserm Archiv finden wir aber auch Hinweise auf die Tätigkeit der Menzer Schmieden.

Neben der Sense wurde möglicherweise auch das am Pferde-Badestrand im Roofensee gefundene Hufeisen hergestellt, denn Hauptaufgabe der Schmieden war das Beschlagen von Pferde und Ochsen.

Eine weitere Aufgabe war das „Umziehen“ der Holzrädern mit Eisenreifen. Auch die Reparatur der Arbeitsgeräte, wie hier des Pfluges, gehörte zu der Arbeit der Dorfschmiede.

 

Aber dieses Foto aus unserm Archiv lässt darauf schließen, dass später auch Automobile zum Arbeitsbereich gehörten.

 

Archiv Britta Mallock-Dörrband

 

Zum Abschluss kommen wir aber nochmals auf die Sense zurück. Sowohl Gras als auch Korn wurde früher mit der Sense gemäht.
Vor dem Krieg waren in Erntezeiten Schnitterkolonnen unterwegs. Kleiner Flächen wurden noch lange mit der Sense gemäht.

 

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