Am 20.01.2026 hieß es im Dorfcafé des Dorfvereins Menz e.V.:“ Koffer packen und ab in den Flieger in Richtung Südamerika“. Unsere Reisebegleiterin Edda Quandt – Schönrock entführte uns in eine wunderschöne Welt weit weg von Menz. Nach 14 Flugstunden landeten wir in Peru.

Auf der großen Leinwand im Raum 1 der Heimatschule erschienen wunderbare Fotos von Land und Leuten. So auch die berühmte ehemalige Wohnstätte der Inkas Machu Picchu in fast 4000 Meter Höhe in den Anden. Der Blick über den Titicacasee vermittelte allen Betrachtern einen faszinierenden Eindruck. Dieser See liegt 3.812 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist somit einer der höchstgelegenen Seen der Welt. Mit einer Fläche von 8.372 km² (16 mal so groß wie der Bodensee) und einer maximalen Tiefe von 281 Metern punktet dieser See mit Rekorden. Die Wassertemperatur liegt zwischen 8-12°C. Eine weitere berühmte Besonderheit sind die auf dem Titicacasee schwimmenden Schilf – Inseln der Urus. Diese Flächen auf dem See werden aus getrocknetem Totoro-Schilf aufgeschichtet. Nur noch wenige Urus leben heute auf derartig hergestellten Flächen. Der Name des Titicacasees bedeutet „Pumafelsen“ und gilt als Geburtsort der Inka-Kultur. Für die hier lebenden Menschen ist dieser Ort heilig. Unsere Blicke auf die farbenfrohen Fotos begegneten bunt gekleideten Bewohnern der Anden bei ihren täglichen Beschäftigungen im Haus, in den Gärten, auf Feldern und Märkten, verbunden mit stets freundlichen Gesichtern und zufriedener Ausstrahlung. So berichtete uns Edda, dass trotz der herrschenden Armut die Südamerikaner weder aufdringlich noch missmutig beim Verkauf ihrer selbst hergestellten Produkte auftraten. In Bolivien erlebten wir auf der Fotowand den Berg Charquiri, die Salzwiesen und das Tal der Seelen. Umwerfend für uns die Filmaufnahmen von den gewaltigen Iguazù-Fällen. Es sind die größten Wasserfälle der Erde. Sie liegen im Dreiländereck Argentinien – Brasilien – Paraguay. 250 Einzelflüsse stürzen mit donnerndem Getöse auf einer Breite von 4 km bis zu 72 m in die Tiefe. Und dann in Brasilien angekommen, entdeckten unsere Augen den Zuckerhut, die 30 m hohe Christus-Statue im Artdéco-Stil, 1932 errichtet auf einen 8 m hohen Sockel umgeben vom Tijuca-Nationalpark. Am Fuße dieser Sehenswürdigkeiten liegt der berühmte Stadtteil und Stadtstrand von Rio de Janeiro – Copacabana. Wir konnten auch einen Blick in das bekannte Maracana-Fußballstadion werfen, in welchem auch die deutsche Nationalmannschaft spielte. Die letzte Station dieser wunderbar dargestellten Reise war Argentien mit Buenos Aires – eine große kosmopolitische Hauptstadt. Ihr Zentrum bildet die Plaza de Mayo mit herrschaftlichen Gebäuden aus dem 19.Jahrhundert, der berühmte Präsidentenpalast Casa Rosada und das prächtige Opernhaus mit 2500 Plätzen.
Buenos Aires bedeutet auf Deutsch „Gute Lüfte“ und wird oft als „Paris Südamerikas“ bezeichnet. Gründe dafür sind die Einflüsse europäischer Architektur, Kultur, Tango und die Lebensqualität mit starkem Bezug zu früheren europäischen Einwanderern einschließlich deutscher Zuwanderer. Edda Quandt-Schönrock hatte auch den Raum 1 in ein super südamerikanisches Flair verwandelt. Selbst gebastelte Landesflaggen der vier bereisten Länder standen auf den zum Kaffeetrinken gedeckten Tischen. Die typischen sehr häufig vorkommenden Farben in diesen Ländern – rot, weiß, grün – spiegelten sich in den ausgewählten Tischdecken, Servietten und Blumen – Anthurien (Flamingoblumen) und kleine Weihnachtssterne – wieder. Dazu wurde der passende Kuchen gereicht…
In einer kleinen eingerichteten Mini-Markt-Ecke konnten sich die begeisterten Dorfcafé-Besucher südamerikanische Handarbeiten in interessant wirkenden Farben ansehen und im wahrsten Sinne Tuchfühlung nehmen. Mich faszinierte ein Mantel aus Alpaka-Wolle gefertigt. In den Anden sind Alpakas zu Hause. Ihre weiche, warme und hypoallergene Wolle eignet sich hervorragend für Textilien.
Es gab sehr viel Applaus für diesen wunderbaren Reisevortrag und auch noch zum Schluss einige Fragen mit interessanten Antworten.
Ein ganz großes Dankeschön an Edda für so einen toll gestalteten Dorfcafé-Nachmittag und auch an die 30 aufmerksamen und begeisterten Besucher, welche einmal mehr erlebten wie schön unsere Welt ist!
M. Jacobi
