Brotbackfest in Neuroofen am 25. Mai 2019

Bald ist es wieder soweit, am Samstagnachmittag den 25. Mai 2019 findet das zweite Menzer Bortbackfest in Neuroofen am Lehmbackofen statt. Wir hoffen auf schönes Wetter und auf eine niedrige Waldbrandwarnstufe, damit das Fest wie bereits  vor zwei Jahren mit Brotbacken stattfinden kann. Wir werden uns in jedem Fall in Neuroofen treffen und falls wir kein Feuer machen dürfen, gibt es einfach ein schönes Picknik mit selbst gebackenem Brot aus dem heimischen Elektrobackofen.

Die aktuelle Waldbrandwarnstufe Oberhavels sehen sie hier. Regen!!!! Waldbrandwarnstufe jetzt wieder auf 1 runter!

Anbei ein paar Impressionen von 2017 u.a. mit dem Backofenmeister Klaus Bresemann

Das Brot stellt ein zentrales Kulturgut dar und prägte das Leben der Menschen im abendländischen Kulturkreis von der Antike bis in die Gegenwart.Eigenes Brot steht für Unabhängigkeit, für Selbstbestimmtheit und damit für Freiheit. Über ausreichend Brot zu verfügen, bedeutet sorgenfrei leben, kein Brot bedeutet Hunger – und so steht das Brot symbolisch generell für Essen und Nahrung, manchmal sogar für das Überleben. Das Brot hat im Christentum seinen festen Platz und seine herausragende Bedeutung „ … unser täglich Brot gib uns heute …“. Und das Brot findet sich in vielen Sprichwörtern, Märchen, Sagen, Gedichten und Liedern wieder.

Besonders im ländlichen bäuerischen Raum wurde ein Großteil der Arbeitszeit auf die Bereitung von Brot oder das Erzeugen des dafür notwendigen Korns und Mehls verwendet. Es entwickelte sich um das Brot herum ganze Kulturen und die Unterschiedlichkeit von Regionen konnte man auch an der Getreide-, Back- und Brotkultur festmachen.

Der Wert von Lebensmittel ist heute im Angesicht von vielen Discounter, Sonderangeboten und Schnäppchen einerseits, andererseits vor dem Hintergrund, dass Felder nicht mehr ausschließlich der Erzeugung von Lebensmitteln oder Futterpflanzen dienen, sondern immer mehr zur Erzeugung von Rohstoffen für die Energiegewinnung herhalten, recht gering geworden.

Der Dorfverein Menz möchte neben der ländlichen Kultur und den historischen Zusammenhängen vermitteln, wieviel Arbeit noch für unsere Urgroßeltern zur Herstellung eines Brotes nötig war.

 

Redewendungen zum Brot:

Besser eigenes Brot als fremden Braten.
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
Man sagt viel und es wird kein Brot daraus.

Kalter Ofen bäckt kein Brot.
Arbeit gibt Brot, Faulheit gibt Not.

Arbeit macht aus Steinen Brot.

Teig allein ist noch kein Brot.

Dem Armen fehlt Brot, dem Reichen Appetit.